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Montag, 12. September 2016

Himbeereis zum Frühstück

Ein absolut cremiges köstliches Himbeereis


Monsieur ist ja bekanntlich der grösste Schokoladeneis-Esser aller Zeiten. Diese Liebe geht soweit, dass er sogar schon eine Punkte-Skala von 1 bis 10 (die berühmte Gerhard-Schokoladeneis-Skala, genannt GSS) erfunden hat, um sein Lieblings-Eis zu bewerten. Jahrelang mühte ich mich ab, um endlich dann mit diesem hier verbloggten Schokoladeneis-Rezept die ersehnte Höchstpunktzahl von 10 zu erreichen.

Und dann geschah dies: Ich hatte Himbeeren übrig, warf sie kurz vor einer Wochenendreise schnell in den Tiefkühler und holte sie dieses Wochenende raus und mixte sie noch gefroren mit ein paar Zutaten, die ich mir bei Eline abgeschaut und leicht abgewandelt habe. Dann kam das Ganze in die Eismaschine und heraus kam das köstlichste, cremigste Himbeereis, das Monsieur je gegessen hat. Vor lauter Begeisterung verlieh er diesem Eis spontan 10 GSS-Punkte. Mein Einwand, dass es sich doch um eine Schokoladeneis-Skala handele, wischte er mit einer lockeren Bewegung seines himbeereis-verschmierten Löffels weg.


ich nehme (für 8 Portionen):

400 g Himbeeren
1 EL Himbeergeist
50 g Invertzucker
80 g Rohrzucker, fein
1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl
150 g Rahmjoghurt, 10 % 
250 g Mascarpone

und los gehts:

Wer keinen Turbomixer besitzt, sollte zunächst aus Himbeeren und Zucker ein Pürree herstellen und erst anschliessend mit den übrigen Zutaten gut durchmixen.

Dann in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Das fertige Eis in Plastikdosen füllen und luftdicht verschliessen, damit sich keine Eiskristalle bilden. Innerhalb einer Woche verbrauchen. Vor dem Verzehr ca. 30 Minuten im Kühlschrank weicher werden lassen.

Leider habe ich nun einen Ohrwurm:


Sonntag, 11. September 2016

Zucchinifächer mit Tomaten und Oliven

Zucchinifächer mit Tomaten und Oliven



Bei diesen herrlichen sommerlichen Temperaturen muss ich euch gleich nochmals wärmstens meinen Zucchinifächer ans Herz legen. Ich habe ihn in meinem Tessin-Blog schon mal mit gelben Zucchini vorgestellt, da sieht er noch dekorativer und sommerlicher aus, doch auch diesmal hat er einfach nur grandios geschmeckt. Ausserdem ist dieses Gericht absolut gästetauglich, da einfach und schnell vorzubereiten. Es schmeckt frisch aus dem Backofen, aber auch lauwarm als Antipasto.




ich nehme:
  • 2 grosse Zucchini (ca. 700 g), die gelben sind besonders dekorativ
  • 500 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln, geschält, halbiert und in hauchdünne Scheiben gehobelt
  • 2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben gehobelt
  • 4 EL Olivenöl
  • 6 Zweige Thymian
  • 2 Lorbeerblätter
  • 125 - 250 ml Weisswein
  • 1 kleine Handvoll schwarze Oliven, entsteint, und geviertelt
und los gehts:

Zucchini längs halbieren, evtl. nochmal vierteln. die Hälften so in Scheiben schneiden, dass sie fächerförmig auseinander gezogen werden können. In eine genügend grosse Gratinform die Zwiebeln und darauf die Zucchini geben.

Die Tomaten häuten in mitteldicke Scheiben schneiden (wer mag, kann sie auch häuten, ich habe mir das geschenkt) und zwischen die Zucchinieinschnitte stecken.

Salzen, pfeffern, Knoblauch, Oliven, Kräuter und Lorbeerblätter darüber geben und mit dem Weisswein und Olivenöl begiessen. 

ca. 45 min bei 200 Grad im Backofen garen.

Sonntag, 4. September 2016

Auberge de la chèvrerie, Griesheim

Auberge de la Chèvrerie, rue des Puits, 67870 Griesheim près Molsheim
Tél. 03 88 38 83 59
geschlossen: Montag, Dienstag und Sonntagabend

Dies ist mal wieder eine der Entdeckungen, die mich zu Begeisterungsstürmen veranlasst und mich wünschen lässt, dass es mehr solcher Genussplätze wie diese geben möge.




Nur 10 Minuten von Obernai entfernt fanden wir dieses sehr empfehlenswerte Restaurant, das von Cynthia und Yann Eber geführt wird. Sehr ruhig im Grünen gelegen mit einem traumhaften Blick auf die Vogesen und den Mont St. Odile. Schon der erste Blick auf die Speise- und Getränkekarte zeigt mir, dass hier grossen Wert auf Regionalität und Bioqualität gelegt wird. Alle Produkte stammen von regionalen Produzenten, der Ziegenkäse ist vom eigenen Hof, dessen Produkte man direkt nebenan im kleinen Hofladen erwerben kann.

Schon der Auftakt ist vielversprechend - ein Selleriepüree mit Kaffee-Aroma fein abgeschmeckt, dazu kleine Würfel vom eigenen Ziegenkäse:



Für Monsieur die hausgemachte Gänseleber-Terrine mit Aprikosen und Mandelsplittern:


Für mich dieser grandiose Teller mit in Sylvaner marinierten Makrelenfilets mit grünem Apfel und Staudensellerie und Liebstöckelessig:



anschliessend Perlhuhn Suprême mit Graupenrisotto:



für Monsieur als süssen Abschluss in Matcha marinierter Pfirsich und Bibleskaas-Eis:



und für mich drei Ziegenkäse vom Hof, wovon mir besonders der dezent geräucherte sehr gut geschmeckt hat:




Die Weinkarte bietet ebenfalls viel Regionales, erfreulicherweise auch eine schöne Auswahl von glasweise angebotenen Weinen. Wir probieren den Le Blanc 2014 vom biodynamisch arbeitenden Marcel Deiss aus Bergheim, ein Winzer, den ich schon längst mal besuchen wollte. Das nehme ich mir für unseren nächsten Besuch in dieser Region vor, denn eins ist klar: Ich MUSS da wieder hin!

Merci, chère Madame Eber, pour votre hospitalité!

Donnerstag, 1. September 2016

Au Cheval Blanc, Graufthal

Restaurant Au Cheval Blanc, 19, Rue Principale, 67320 Graufthal, Tel. 03 88 70 17 11





Das kleine Dorf Graufthal im Zinseltal entstand im 12. Jahrhundert rund um die dortige Benediktinerabtei. Mehrere in die hohen Felsen aus rosa Sandstein gegrabene Höhlen dienten den Mönchen als Lager, bevor sie nach und nach in Wohnhäuser umgewandelt wurden: Die Felsen dienten als Rückwand und das Gestein als Decke und Boden. Nur die hellblauen Vorderfassaden sind von Menschenhand erbaut. Die letzte Höhlenbewohnerin Catherine Ottermann verstarb 1958. In diesen 1984 unter Denkmalschutz gestellten Höhlenhäusern befindet sich heute ein anschauliches Museum, das das Umfeld der letzten Einwohnerin bildhaft wiedergibt.
Quelle: Alsace Tourisme

Direkt gegenüber des grossen Parkplatzes liegt das Restaurant von Brigitte und Gilles Stutzmann - er kocht, sie leitet den Service.




Wir hatten nicht reserviert, aber glücklicherweise gab es an einem Samstagmittag Platz für uns auf der schönen grossen Terrasse.

Gleich beim Studieren der interessanten Speisekarte war für mich klar, dass ich diese Vorspeise haben wollte:

Parfait vom Bio-Ei mit einem Schaum von frischen Morcheln
Gerhard wollte lieber auf ein Entrée verzichten, da er sich komplett den Kalbsnieren widmen wollte und eventuell sollte dann noch Platz für ein Dessert sein. Welch sympathische Geste von Monsieur Stutzmann: Damit mein armer Mann mir nicht hungrig zuschauen musste, gab es für ihn einen kleinen Teller mit gebratenen Scheiben von Lyoner Wurst und Melone:


und dann die Kalbsnieren in einer cremigen, deutlich nach Cognac schmeckenden Sauce mit hausgemachten Spaetzle.

Casolette von Kalbsnieren und Champignons mit Cognac flambiert

Für mich gab es als Hauptgang Fisch:


Kabeljaurücken mit Gemüsen und Pesto



Tja, und wie so oft... danach ging dann leider nur noch Café.



Sonntag, 28. August 2016

unser diesjähriger Sommer-Hit: Sommerrollen



Sommerrollen sind einfach, schnell gemacht, wunderbar leicht und gästetauglich, da man sie sehr gut vorbereiten kann. Damit haben sie sich für mich schon qualifiziert zu meinem diesjährigen Hit für heisse Sommertage.



Ich hatte sie bereits letztes Jahr bei Petra entdeckt (klick hier für ihr Rezept) und in der Zwischenzeit haben wir schon einige Variationen für uns abends auf der Terrasse zubereitet. Man stellt einfach alle Zutaten, in kleinen Schalen oder Tellern hübsch angerichtet auf den Tisch, bereitet ein oder zwei Dips zu und jeder kann sich seine Sommerrolle nach Gusto selbst zubereiten. Mit den fettigen frittierten Frühlingsrollen habe diese köstlichen kleinen Dinger glücklicherweise nicht mehr die geringste Ähnlichkeit.

ich nehme (für 2 - 3 Pers.)

6 - 8 Blätter Reispapier 
ein paar Blätter grüner Salat, evtl. in etwas breitere Streifen geschnitten
ca. 2 Karotten, in Julienne geschnitten
1 kleine Zucchino, in Julienne geschnitten
2 EL geröstete Erdnüsse
2 Zweige Koriander
3 Zweige glatte Petersilie
1 Zweig Minze

und je nach Gusto:

fein geschnittene Scheiben Mango, Sojasprossen, Glasnudeln, Garnelen (roh), angebratene Streifen von Räuchertofu, gebratene Streifen von Entenbrust, gegrillte Rinderfilet-Streifen oder krümelig gebratenes Hack, pikant gewürzt

DIP: 

1. Variante: Sweet Chili Sauce, Rezept gibt es hier (klick)

2. Variante: 3 EL Erdnussöl, 1 EL Reisessig, 1 EL Limettensaft und evtl. abgerieb. Schale, 2 EL Tamari, 1 EL Fischsauce, 1 TL Honig, 1 EL Knoblauch, feinst gehackt, 1 EL Ingwer, frisch gerieben




Samstag, 20. August 2016

Wochenmarkt in Barr - marché hebdomadaire

Ich liebe Märkte - insbesondere die französischen Märkte. Eine schöne Sammlung von südfranzösischen Märkten mit wundervollen stimmungsvollen Fotos gibt es bei Micha zu bewundern.

Auch unsere elsässischen Märkte haben ihren Charme. Wann immer Gerhard und ich am Wochenende im Elsass unterwegs sind, versuchen wir, dies mit einem Besuch auf einem der Wochen-Märkte zu verbinden, so diesmal auf dem Markt in Barr im Nord-Elsass, der samstags auf dem Place de la Gare stattfindet.



Wir haben diesen Markt Anfang Juni besucht. Es war ein ziemlich trüber, regnerischer Tag und das Fotografieren der Köstlichkeiten an den jeweiligen Markt-Ständen war nicht so ganz einfach, da die Scheiben stark beschlagen haben und die Händler bei Hochbetrieb auch nicht nachkamen, diese trocken zu reiben. Doch lasst einfach die Fotos auf euch wirken:
























Freitag, 19. August 2016

Auberge d'Imsthal, bei La Petite Pierre

Auberge d'Imsthal, Lieu-dit Imsthal, Route Forestière, bei La Petite Pierre, täglich geöffnet, Tel. 03 88 01 49 00

Wir waren an einem der wenigen sommerlich warmen Tage Anfang Juli in dieser wundervoll gelegenen Auberge mitten im Wald in den Nordvogesen.



Foto Auberge d'Imsthal

Man sitzt auf der grossen Terrasse mit Blick auf den Natur-See, der nicht nur von den Hotelgästen, sondern auch von den Restaurant-Besuchern genutzt werden darf. Eine schöne Liegewiese, ein Picnic-Platz und eine herrliche Bademöglichkeit, um sich kurz vor dem Essen noch eine kleine Abkühlung zu gönnen.

Foto Auberge d'Imsthal

Der Service ist überaus freundlich und zuvorkommend. Die Speisekarte ist traditionell und verzeichnet einige der elsässischen Klassiker wie Schnecken und Gänseleber-Pastete.

Für mich gibt es als Vorspeise Salat mit warmem Ziegenkäse:




und anschliessend ein tadellos gebratenes Entrecôte mit selbstgemachter Kräuterbutter und frischem Gemüse



Gerhard entdeckt eines seiner Lieblingsessen auf der Karte: Bouché à la reine - Königinpastetchen




und gönnt sich anschliessend noch ein Eis. Für mich gibt es einen Espresso und einen wunderbaren Mirabellen-Schnaps.

Wir sitzen bis abends spät auf der schönen Terrasse und plaudern mit dem Patron, dessen herrlicher Humor ihn zu einem angenehmen Gesprächspartner macht.